Aktienblase: Hausfrauenbörse oder Jahresend-Rally?

Die Börsennachrichten jubeln über fast täglich neue historische Höchststände an den Börsen in den USA und in Europa insbesondere auch in Deutschland. Die Politik der ultra-leichten Geldpolitik der Zentralbanken unter der Führung der US-Notenbank hat seit Ausbruch der Finanzkrise nach der Lehmann-Pleite am 15. September 2008 Geld fortlaufend für die großen Geschäftsbanken billiger gemacht. Zuletzt hat Mario Draghi mit der EZB den Leitzins auf 0,25 Prozent abgesenkt. Die zukünftige Chefin der Fed, Janet Yellen, verkündet unverdrossen die Politik der Ankäufe von US-Staatsanleihen und Immobilienanleihen auch im kommenden Jahr fortsetzen zu wollen. Nur die Bank of England denkt über einen baldigen Ausstieg der bisherigen ultra-lockeren Geldpolitik öffentlich laut nach. Ob sie den Alleingang wagt, ist schwer vorauszusagen. Schließlich läuft die Party an den Finanzmärkten und die großen Bankhäuser in der Londoner City, New York und anderswo mögen keine Spielverderber.
Die Warnungen der Bank für International Zahlungsausgleich (BIS) vom Herbst dieses Jahres und zahlreicher Ökonomen insbesondere auch aus Deutschland werden in den Wind geschlagen. Statt eines geordneten Ausstiegs, d.h. einer Exit-Strategie, die bereits seit Jahren immer wieder diskutiert wird, droht ein sudden-stop , d.h. irgendwann wird es einzelnen Marktteilnehmern zu heiß. Der schüchterne Versuch von Ben Bernake mittels eines vorsichtigen Tapering Out das schlimmste noch zu verhindern, ist durch den Druck der Wall Street Banker gestoppt worden.
Insbesondere die Anlageprofis der Hedgefunds wissen ganz genau, dass sich die aktuellen Börsenbewertungen nicht mehr mit den langfristigen Ertragserwartungen der Aktien in Übereinstimmung bringen lassen. Die Kurswerte haben sich schon lange von den fundamental gerechtfertigten Bewertungen deutlich entfernt. Mithin droht eine mehr oder minder große Kurskorrektur.
Dann muss man schnell sein, um noch rechtzeitig die bisher erzielten Kursgewinne der Börsenrally auch am Markt durch Verkäufe auch realisieren zu können. Wie beim Feuer beispielsweise in einem Kino, sollte der, der Feuer schreit und damit eine Panik auslöst, nah am Ausgang stehen, so dass er noch rechtzeitig den Ausgang verlassen kann bevor sich die anderen tottrampeln.
Carl Icahn muss seine Schäfchen bereits ins trockene gebracht haben oder er hat große Spekulationswetten auf eine deutliche Kurskorrektur durch entsprechende Derivate laufen. Nun warnt er vor einer Überhitzung der Börsen. Ähnlich wie John Paulson gegen Verbriefungen von Immobiliendarlehen wettete, die er zuvor für Goldman Sachs selbst zusammengestellt hatte , und daran Milliarden durch Credit Default Swaps (CDS ) verdiente, könnte es auch diesmal sein. Marktmächtige Investoren versuchen unerwartet den Markt in eine Baisse zu lenken, um daran mächtig zu verdienen. Der Warner vor der Börsenblase, Carl Icahn, könnte eine hidden agenda haben. Er hat bereits auf den Börsencrash gewettet und verdient sich und seinen Anlegern daran eine goldene Nase.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Wer jetzt noch in der Hausfrauenbörse auf den fahrenden Kurszug aufspringt, könnte eine böse Überraschung erleben. Trotz aller Versicherungen der Medien und der Politik, dass die Party noch lange nicht zu Ende ist, könnte das Ende näher sein als man den ahnungslosen Kleinanlegern weismachen will. Insbesondere nach einer noch möglichweise stattfindenden Jahresendrally könnte die Party vorbei sein. Der Aschermittwoch fände dann statt im Februar im Januar statt. Die tollen Tage den Börsen der Welt wären dann fürs erste vorbei.

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30 Gedanken zu „Aktienblase: Hausfrauenbörse oder Jahresend-Rally?

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