Italienische Gerontokratie

Es ist vollbracht. Italien hat einen neuen Präsidenten. Leider ist es nur der alte. Nach fünf vergeblichen Wahlgängen bei dem zwei Kandidaten verschlissen wurden. Konnten sich die >Parteien nur auf einen einigen. Giorgio Napolitano[1] muss mit seinen 87 Jahren nochmal antreten.[2] Zuvor waren zwei von Pier Luigi Bersani[3](61 Jahre)  vorgeschlagene Kandidaten, Franco Marini[4] (80 Jahre) und Romano Prodi(74 Jahre)[5] bei den vorangegangenen Wahlen durchgefallen.Selbst der Papst Benedikt (86 Jahre) hatte ein Einsehen, dass er zu alt für das Amt geworden war, nachdem die katholiscihe Kirche derzeit von schweren inneren Krisen gebeutelt ist, und trat zurück. Diese Einsicht scheint den italienischen Politikern zu fehlen.

Bersani kündigt bereits seinen Rücktritt an.[6] Damit steuert Italien wohl auf baldige Neuwahlen zu.[7] Als einzige sonst noch denkbare Alternative bliebe die Notregierung von Mario Monti[8] (70 Jahre) ohne parlamentarische Mehrheit weiterregieren zu lassen. Die Selbst-Blockade der italienischen Politik spielt Silvio Berlusconi[9] (77 Jahre) in die Hände. Da die Fundamentalopposition von Beppo Grillo[10] (65 Jahre) keine stabile Mehrheitsbildung im italienischen Parlament zulässt, befindet sich das politische System in Italien in einer Pattsituation. Der Club der alten Männer hat das Land an den Rand der politisch-ökonomischen Katastrophe manövriert. Was jetzt nur noch fehlt ist der finale Akt, der Absturz.

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10 Gedanken zu „Italienische Gerontokratie

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