Das Ende der Energiewende

Gestern beerdigte das Europäische Parlament die Energiewende in Deutschland. Mit der Ablehnung die Emissionsrechte aufgrund der fehlenden Nachfrage deutlich zu senken, ist die Deckelung der CO2-Emissionen gescheitert. Mit von der Partie insbesondere die Mitglieder der CDU im Europa-Parlament.[1] Da hilft auch das Bedauern über diese Entscheidung des CDU-Umweltministers Peter Altmaier wenig. Es ist der Todesstoß für Merkels Energiewende. Ließen bereits die Nachricht von Rekorden bei der Kohleverstromung und Stromexport ins Ausland aufhorchen[2], so ist jetzt die Lage klar. Bereits Anfang April meldete Bloomberg, dass Merkel die Unterstützung der beiden großen Stromerzeuger E.ON und RWE für die Energiewende verloren hätte.[3] Die Vereinbarung zur Suche nach einem Atomendlager in Deutschland trifft ebenfalls auf massiven Widerstand der Energielobby.[4] Die Milliarden, die dafür von ihnen entrichtet werden sollen, werden sie nicht zahlen wollen und dementsprechend gegen diese Entscheidung klagen.[5]

Wegen des billigen Kohlestroms wird der aus Photovoltaik und Windkraft vom Markt verdrängt. Die Folge sind weiter rasant steigende Strompreise für die Endverbraucher. Die werden jedoch am Ende die Zeche nicht zahlen wollen. Damit dürften die Tage des EEG gezählt sein. [6] Bereits jetzt sind die drastischen Preissteigerungen bei den Endkunden, die nicht das Privileg von der Abgabe befreit zu sein, genießen, höchst unpopulär.  Stattdessen hat sich das Wirtschaftsministerium gegen das Umweltministerium bei der Frage der Zulassung von Fracking auch in Deutschland prinzipiell durchgesetzt.[7] Durch die Installation gewaltiger Photovoltaik-Kapazitäten wie beispielsweise in Neu-Hardenberg  von allein dort 145 MW steigen die langfristigen Förderungssubventionen für die Endverbraucher drastisch an.[8] Da aber die damit geschaffenen Überkapazitäten am Markt zusammen mit dem Billigstrom aus Kohle die Strompreise an den Strombörsen in den Keller rauschen lassen, steigt der Subventionsbedarf für erneuerbare Energien drastisch an.  Dies wird zu einer drastischen Neuorientierung der Energiepolitik nach den Bundestagswahlen führen müssen.

Nach der Energiewende von Merkel durch Verlängerung der Laufzeiten für AKWs[9] und der zweiten Energiewende mit der Zwangsabschaltung genau dieser AKWs[10] droht jetzt die dritte Energiewende weg von den erneuerbaren Energien. Dem unbefangenen Betrachter dürfte dabei reichlich schwindelig werden.  Die Energiepolitik in Deutschland dreht sich im Kampf der Lobbyisten im Kreis. Führung sieht jedenfalls seitens der Politik anders aus.


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8 Gedanken zu „Das Ende der Energiewende

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