Aschermittwoch: Die Politjecken sind wieder los

Stammtischpolitik als Reality-Show. Insbesondere in Bayern tummeln sich Spitzenpolitiker[1], die sich als Politjecken hervortun wollen. Dabei haben sie das gar nicht nötig. Lässt man das vergangene Jahr Revue passieren, dann merkt man schnell die närrische Zeit herrscht in unserer Politik 365 Tage im Jahr. Der Aschermittwoch und ihre deftigen Reden fallen da kaum noch aus dem üblichen Rahmen. Das gequälte Wählervolk muss sich ganzjährig die Politjecken in den Nachrichtensendungen und Talk-Show antun. Nicht umsonst feiert die Heute Show[2] Triumphe.

Es ist eine zynische Sicht unserer Spitzenpolitiker auf das Wahlvolk. Die sind sowieso zu doof, um was von unseren Machenschaften und Intrigen zu verstehen. Ergo wird der Souverän, das gemeine Wahlvolk mit burleskem Volkstheater abgespeist. Die hohe Politik findet sowieso in den Hinterzimmern der Lobbykratie[3] statt. Gestern lief ein aufschlussreicher Dokumentarfilm bei Arte über das Brüsseler Geschäftsmodell[4]. 15.000 Lobbyisten kämpfen dort allein um Macht und Einfluss. Klar dass der Souverän, d.h. die Wähler und Wählerinnen dabei am Ende auf der Strecke bleiben. Geld regiert eben auch dort die Welt. Der Rest ist Politikinszenierung für den Plebs. Man muss sich nicht wundern, wenn dann Politikmüdigkeit das Wahlvolk erfasst. Es hat ja unter den gegebenen Umständen gar keine Wahl.

Da trifft es sich gut, wenn jetzt wieder im Bierzelt und Alkoholnebel die Emotionen geschürt werden. Demagogen jedweder Art haben ihre Gaudi dran. Berlusconi macht es ja ebenso jenseits der Alpen.[5]

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