Josef Ackermann: Ich habe die DB geschrumpft

Josef Ackermann als Prophet des Shareholder Values angetreten, übergibt heute seine Macht bei der Deutschen Bank an seine Nachfolger. Das Ergebnis seiner Geschäftstätigkeit ist für die Aktionäre der Deutschen Bank ernüchternd. In den rund zehn Jahren hat sich der Börsenwert der DB in etwa halbiert: Von gut 60,- Euro in 2002 ist der Wert der Aktie auf derzeit knapp 29,- Euro abgestürzt.[1] Zwar ist die DB heute eine weltweite Großbank, die eine Bilanzsumme von rund 2 Bill. Euro ausweist, hat gewaltige Risiken bei ihrer Expansion angesammelt.[2] Mit einer angestrebten Eigenkapitalrendite von 25 Prozent ging ein drastischer Rückgang der Eigenkapitalquote wegen entsprechender Hebeleffekte auf rund 2,5 Prozent einher. Von den angestrebten 7 oder gar 10 Prozent ist das meilenweit entfernt. Als SiFi-Institut[3] ist es eine gewaltige Hypothek für Deutschland. Wackelt die Deutsche Bank wackelt auch Deutschland. Soweit hat man es kommen lassen. Die Politik und damit auch die Bürger haben sich in eine babylonische Gefangenschaft auf Gedeih und Verderb mit der DB begeben. Das kann und wird vermutlich so nicht gutgehen. Mit der Berufung von Anshu Jain[4] an die Spitze der Bank sind die Weichen in die falsche Richtung gestellt worden. Es darf weiter bei der DB gezockt werden. Weder die Aktionäre noch die Bürger in Deutschland werden davon profitieren. Sie sind zu den Geiseln einer Zockertruppe unter Führung von Anshu Jain geworden.

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5 Gedanken zu „Josef Ackermann: Ich habe die DB geschrumpft

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