Wie sich die Partei der Grünen selbst zerstört

Selbstgefälligkeit ist schon immer der Keim der Selbstzerstörung gewesen. Noch vor einem Jahr schwamm die Partei der Grünen auf einer Welle breiter Zustimmung in der Bevölkerung. Man schnitt in den entsprechende Forsa-Umfragen mit 28% noch deutlich vor der SPD mit 23% Prozent ab. Seitdem hat sich die Zustimmung zur Politik der Grünen halbiert. Man wollte sogar einen eigenen Kanzlerkandidaten zur kommenden Bundestagswahl nominieren.[1]

Nach der heute veröffentlichten Umfrage liegen sie bei 14 Prozent. Nur der Absturz der FDP war ähnlich dramatisch. Wie reagiert darauf die Parteiführung? Man lehnt sich in Selbstgefälligkeit zurück.

Stimmt blindlings mit der schwarz-gelben Koalition für Rettungsschirme, EFSF, ESM und demnächst für die Fiskalunion. Wer mithin so ununterscheidbar in Schlüsselfragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik zur amtierenden Regierung geworden ist, der muss sich wundern, wenn wegen Mangel an echter Oppositionsarbeit ihnen die Wähler abhandenkommen.[2]

Stattdessen mausert sich die Partei immer mehr als Frauenpartei, die sich jetzt beim Thema Frauenquote in den Aufsichtsräten der DAX-Unternehmen vorrangig engagiert.[3] Man kämpft um die Spitzenpositionen bei der Bundestagswahl per Mitgliederentscheid bei der nächsten Bundestagswahl. Das beträfe weniger als hundert Positionen. Ein reines Minderheitenprogramm. Claudia Roth möchte ebenfalls neben Jürgen Trittin als Doppelspitze kandidieren.[4] Gleichstellung ist verpflichtend.

Kein Wunder, dass ihnen immer mehr die Männer abhandenkommen. Die versammeln sich jetzt zunehmend in der Piratenpartei.[5] Man darf gespannt sein, wenn die Grünen sich immer weiter als reine Frauenpartei der Karrierefrauen profiliert, und sich zu anderen Themen immer weniger äußert, ob das auf die breite Zustimmung bei den Wählerinnen und Wählern stößt.

Bei der Schleckerpleite hat es jedenfalls wenig aktive Unterstützung seitens der Grünen für die einfachen Frauen bei Schlecker hören können. Die Transfergesellschaft dürfte jedenfalls am Ende scheitern.[6] Was dann Frau Roth oder Frau Künast?

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