Automobilindustrie: Die fetten Jahre sind vorbei

Deutschland hat nicht zuletzt wegen der außerordentlichen Automobilkonjunktur seinen Aufschwung nach der schwersten Rezession der Nachkriegszeit rasch hinter sich lassen können.[1] Besonders Asien mit Indien und China an der Spitze erwiesen sich als Segen[2], da dort die Nachfrage nach Autos Made in Germany boomte.[3] Hier droht jetzt eine Phase der Konsolidierung.[4] Bei einer Exportquote von 77 Prozent lebt der deutsche Automobilbau vom Export.

In China hat die chinesische Führung bereits den Kauf ausländischer Automobile für Staatsbeamte untersagt.[5] Buy Chinese lautet die Devise.[6] SAIC hat darauf bereits reagiert und will jetzt verstärkt chinesische Marken produzieren.[7] Hinzu kommt, dass China nach dem Kauf von Volvo[8] und Saab[9] mit dem technischen Know-How, das chinesischen Herstellern bisher fehlte, sowohl auf dem heimischen als auch den Auslandsmärkten Punkjte machen wird.

Auf dem Europäischen Kernmarkt sieht es für die deutsche Automobilindustrie trübe aus.[10] Das gilt auch für seine anderen europäischen Konkurrenten.[11] Hier bleibt  nur die Hoffnung auf Märkte wie die USA[12] und in anderen Teilen der Welt. Aber insgesamt dürfte der Wettbewerb härter werden. Koreanische Hersteller haben jetzt aufgrund des Freihandelsabkommens leichteren Zugang zum europäischen Markt.[13] Der Marktzutritt europäischer Automobilhersteller in Südkorea dürfte schwieriger sein. Japans Automobilindustrie, die durch das Erdbeben in Fukushima und die Überflutungen in Thailand im vergangenen Jahr schwer gehandicapt war, wird sich zurückmelden. Die Börsen reagieren bereits auf diese Entwicklung. Die Börsenkurse von BMW, Daimler und VW brechen drastisch ein.[14] Die fetten Jahre sind fürs Erste vorbei.


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