Wie Merkel und Schäuble Deutschland verzocken

Das Griechenland Rettungspaket – jetzt nur noch bescheiden Hilfspaket genannt – ist noch gar nicht im Bundestag zur Abstimmung gestellt worden[1], da wird schon vielfach nachgelegt.[2] Euphemistisch spricht Schäuble nur davon, dass er ein drittes Hilfspaket für Griechenland nicht ausschließen möchte. Im Klartext heißt das, dass es unvermeidlich kommen wird. Voraussichtlich noch in diesem Jahr, obwohl ja das zweite bis 2014 reichen soll. Allerdings fehlt ja die Wachstumskomponente, der viel zitierte Marshall-Plan.[3] Bisher werden ja nur die Finanzinteressen bedient. Summen für den griechischen Marshall-Plan werden derzeit noch nicht gehandelt.[4] Nur eins ist sicher, es wird teuer. Und Griechenland wird nicht der einzige Kandidat bleiben. Das Füllhorn soll über immer mehr EU-Länder ausgeschüttet werden.[5] Was spielt es für eine Rolle, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen diese Schuldenpolitik ist.[6]

G20 fordert Verdreifachung des ESM

Gleichzeitig fordern die G20-Staaten eine Verdreifachung des ESM.[7] Warum? Man will nichts riskieren und wenn dann nur wenn die EU-Staaten insgesamt in die Kollektivhaftung gehen. Das sind Eurobonds durch die Hintertür. Über die Folgen macht sich niemand ernsthafte Gedanken. Geld und Staatschulden spielen keine Rolle. Das dicke Ende kommt bestimmt. Die Experten wissen es, aber auf die hört sowieso in der Politik keiner mehr.[8] Die EZB bereitet ja bereits jetzt mit ihrer Bazooka unter Mario Draghi das Feld dafür.[9] Es könnten diesmal weit über eine Billion Euro werden. Damit wäre die Verdreifachung weitgehend von der EZB vorfinanziert. Anschließend wird diese Summe dann einfach an den ESM durchgereicht.[10] Die EZB ist fein raus. Der ESM und die Mitgliedsländer sitzen in der Tinte. Wie heißt es doch so schön bei Dante: Die ihr eintretet, lasst alle Hoffnung fahren![11] Die von der BIZ wissen was dann kommt.[12] Auf, auf in die Fiskalunion der Pleitestaaten.


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3 Gedanken zu „Wie Merkel und Schäuble Deutschland verzocken

  1. Mit einem Zitat von Pythagoras nach Stoäus möchte ich antworten:
    In die Städte schleicht sich zuerst der Überfluss,
    dann der Überdruss,
    danach der Übermut,
    und zuletzt das Elend.

    Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler. Ingeborg Bachmann

    Die Leute sagen immer: Die Zeiten werden schlimmer.
    Die Zeiten bleiben immer, die Verandwortlichen werden schlimmer.

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