Griechenland vor dem Austritt aus der Eurozone?

Es ist noch kein halbes Jahr her, da wurde der Rausschmiss Griechenlands aus der Eurozone öffentlich diskutiert.  Die Chancen Griechenlands selbst durch einen Schuldenschnitt seitens der privaten Gläubiger von 50 Prozent und ein hartes Konsolidierungsprogramm vor dem Finanzkollaps zu retten, erweist sich immer mehr als Schimäre. Es fehlt an allem, um eine Politik am Ende wirksam umzusetzen.
Das desolate politische System
Trotz der Allparteien-Koalition erweist sich die Übergangsregierung nicht in der Lage, ihre Reformzusagen gegenüber der Troika fristgerecht umzusetzen.  Fehlt es am Willen? Fehlt es an der Fähigkeit oder an beidem? Schwer zu sagen, aber der Versuch, sich von Termin zu Termin für die nächste Tranche des Rettungspakets durchzumanövrieren,  ohne substantiell etwas an Reformen umzusetzen, wird immer deutlicher.  Es hakt wieder einmal an allem. Da hilft auch kein Schönreden mehr.
Die privaten Gläubiger sollen jetzt nicht nur auf 50 Prozent, sondern 70 bis 80 Prozent ihrer Forderungen an Griechenland verzichten.  Das Eintreiben von Steuern wird von höchster Stelle hintertrieben.  Es ist nur eine Frage der Zeit, wann den Geldgebern der Geduldsfaden reißt. Der Zeitpunkt könnte bereits in diesem Monat gekommen sein. Schließlich, warum soll man dem schlechten noch gutes Geld in eine verlorene Sache nachwerfen?

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9 Gedanken zu „Griechenland vor dem Austritt aus der Eurozone?

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