Christian Wulff – Honi soit qui mal y pense?

Unser derzeitiges Staatsoberhaupt ist ins Gerede gekommen.[1] Offenbar ist er eng in den Filz mit guten wohlhabenden Freunden verflochten, die ihn vielfältig gesponsert haben. Billige Privatkredite von mal 500.000 Euro für einen Hauskauf, kostenlose Urlaubsreisen mit Familie Jahr für Jahr, Werbung für ein Buch von ihm, die Liste wird immer länger. Die rundum kostenlose Kultur des Präsidenten in seiner Amtszeit als Ministerpräsident in Niedersachsen wirft jedenfalls ein schales Licht auf den Filz von Politik und reichen Sponsoren. Kann ein Amtsträger sich ständig von „guten Freunden“ aushalten lassen ohne in eine psychologischen Abhängigkeit zu geraten? Kann man die Hand noch beißen, die einen so gut füttert?

Kleiner Mann was nun?

Christian Wulff[2] kommt wie Gerhard Schröder[3] aus kleinen Verhältnissen. Das hat am Ende beide nicht an einer steilen Karriere gehindert. Jedoch scheint dieser Aufstieg auch seinen Preis gefordert zu haben. Schließlich sind die Staatsdiener im Vergleich zum privaten Reichtum seiner Sponsoren letztendlich arme Schlucker. Man verdient nicht schlecht, aber die Millionen oder gar Milliarden sind damit nicht zu verdienen. Das führt wohl auch zu dem Hang sich anderweitig wenigstens ein bisschen ein Zubrot zu verdienen. Sponsoren aus der Wirtschaft sind da hochwillkommen.

Man wird so still und leise durch die gebende Hand korrumpiert. Das muss sich nicht haarklein in konkreten Entscheidungen in Form von Begünstigung im Amt niederschlagen, aber man gerät in eine stille Abhängigkeit. Ist es am Ende sogar noch mehr, umso schlimmer.

Da dies nun alles in die Öffentlichkeit kommt, ist guter Rat teuer. Da bleibt nur ein betretenes Schweigen. Ob das Christian Wulff seinen Posten retten kann, ist mehr als zweifelhaft. Christian Wulff hat bereits jetzt dem Land sowie seinem Amt schweren Schaden zugefügt.

Fragt sich, ob er durch sein Beharren im Amt diesen Schaden noch weiter steigern will. In schwieriger Zeit ist jedenfalls erneut eine Institution durch seinen Repräsentanten schwer geschädigt worden.

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8 Gedanken zu „Christian Wulff – Honi soit qui mal y pense?

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