No-Bailout-Klausel: Italien, Spanien und Frankreich müssen ihren Staatshaushalte aus eigener Kraft konsolidieren

Es ist vorbei. Die Illusion, Deutschland könnte mit einigen anderen kleineren Staaten die restlichen Krisenländer der Eurozone aus dem Schlamassel ihrer Staatsfinanzkrise via EFSF heraus kaufen, ist eine Beautiful Lie, d.h. ein schöner Selbstbetrug mit dem die Politiker der Eurozone die Öffentlichkeit darüber täuschen wollten, dass es eine easy credit Lösung für die Staatsfinanzkrise dieser Länder gebe. Spätestens mit dem Versuch die Sonderziehungsrechte der Bundesbank auf dem G20-Gipfel zu kapern wurde deutlich, dass anything goes, d.h. man versucht alles jenseits jedweder Legalität, um sich zu retten.

Jeder ist sich selbst der Nächste

Unter dem scheinheiligen Vorwand, man müsse das System der Eurozone retten, wird immer schamloser versucht, in die Tasche der anderen zu greifen. Genau dagegen wurde aber die No-Bailout-Klausel in das europäische Vertragswerk eingefügt. Wenn jetzt sogar auf der Ebene des IWF, Christine Lagarde lässt grüßen, und der EZB, Trichet und sein Nachfolger Draghi geben sich die Ehre, versucht wird, an die Mittel der deutschen Steuerzahler heranzukommen, dann zeigt sich hier nachhaltig, wie klamm die anderen sind. Schätzungen für die Refinanzierungsmöglichkeiten über einen gehebelten EFSF gehen davon aus, dass dies höchstens für ein Jahr reichen würde. Mithin würde nach der ersten gehebelten Billion Euro die zweite und dritte fällig werden.

Wie bereits vorher gesagt, nach fest, d.h. Anspannung der Staatsfinanzen insbesondere auch in Deutschland, kommt ab, d.h. der Kollaps der Eurozone mit Deutschland als zentraler Kollateralschaden. Da dies auch den letzten Bürgern hier in Deutschland langsam dämmert, wird diese Politik am massiven Widerstand der deutschen Bevölkerung scheitern. Zeit für eine Beendigung der unfinanzierbaren Währungsunion. Man kann eben nicht völlig unterschiedliche soziale Systeme hinsichtlich der Schuldendisziplin miteinander in einer Währungsunion zusammenketten. Das System sprengt sich über kurz oder lang selbst in die Luft.

Der Traum einer gemeinsamen Währungsunion ist zu Ende. Jetzt sollte die strikte Einhaltung der No-Bailout-Klausel gelten und sonst gar nichts. Die Dominos sind bereits gefallen.

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