Warren Buffett: Vom Paulus zum Saulus?

Ich hatte vor längerer Zeit Warren Buffett für seine Absicht gelobt, die Hälfte seines Vermögens der Bill und Melinda Gates Stiftung abzutreten.[1] Er positionierte sich als Good Guy als er im Jahr 2003 Derivate als Massenvernichtungswaffen[2] bezeichnete.[3] Alles nicht so ernst gemeint? Jetzt schreckt die Meldung bei Bloomberg, dass Berkshire Hathaway[4] hohe Verluste mit Derivategeschäften erzielt habe.[5] Trotz aller Beschwörungen des Value Investors Buffett, dass Derivate Teufelszeug seien, hat er offenbar selbst massiv in diese Produkte investiert und verloren.[6] Die Gewinne sind offenbar um 24 Prozent aufgrund der Verluste im Derivategeschäft eingebrochen. Hat Buffett offenbar seine eigenen Ansichten nicht mehr aufrechterhalten und angefangen auf kurzfristige Gewinne hin zu zocken? Der Anschein spricht dafür. Vom Paulus wurde offenbar so ein Saulus.

Berkshire Aktie bricht ein.

Der Kurs der Aktie gab erstmals deutlich nach.[7] Der Burlington Northern Santa Fe Deal, eine US-Eisenbahngesellschaft,  für 34 Mrd. US-Dollar entpuppte sich offenbar als doch zu riskant und wurde von Buffett per Derivate hinsichtlich der Kursentwicklung abgesichert. Das ging offenbar schief und führte zu dreistelligen Millionen Verlusten. Es könnten am Ende sogar bis zu 34 Mrd. US-Dollar werden. Das ist auch für den verwöhnte Investor kein Pappenstil.

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