Helgoland bleibt gespalten

Helgoland, Deutschlands einzige Hochseeinsel, bleibt gespalten. Die Bürger haben den ehrgeizigen Plänen die Hauptinsel mit der Badeinsel wieder zu verbinden eine Absage erteilt. Die durch eine Sturmflut gespaltene Insel soll nicht wiedervereinigt werden. In einem Bürgerentscheid lehnten am Sonntag 54,74 Prozent eine mögliche Landverbindung ab. 45,26 Prozent stimmten für ein solches Vorhaben. Die Wahlbeteiligung lag bei 81,4 Prozent. Damit ist das 100 Millionen Euro teure Projekt am Widerstand der Helgoländer gescheitert.

Helgoländer wollen nicht Opfer einer Immobilienspekulation werden

Hintergrund ist, dass die Mehrheit der Helgoländer nicht Opfer einer von auswärtigen Investoren initiierten Immobilienspekulation werden wollen. Durch das Landgewinnungsprojekt würde die Zahl der Touristen auf der Insel, die bereits jetzt unter den Touristenmassen ächzt, nochmals drastisch ansteigen. Das ist gut für einige vom Tourismus lebende Unternehmen, aber schlecht für die anderen Einheimischen und die Umwelt. Die Mehrzahl der Helgoländer will aber eher ihre Ruhe bewahren und nicht unter den Druck einer Immobilienspekulation und drastisch wachsender Touristenzahlen ihre Heimat verlieren. Es sind halt störrische Menschen diese Helgoländer. Sie schätzen eben ihre Lebensqualität höher als den Gewinn, den am Ende doch nur wenige einstreichen werden.

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