Griechenland: Vorboten der Staatspleite

Deutsche Exporteure in Griechenland beschweren sich darüber, dass sie fällige Steuerrückerstattungen insbesondere bei der Umsatzsteuer nicht mehr erhalten. Der griechische Fiskus weigert sich diese wie bisher vorzunehmen. Damit geraten die Exporteure zunehmend in eine Liquiditätsklemme. Schließlich sind das ja keine Peanuts.

Unsicherheit des Standorts

Während Politiker in Deutschland vollmundig von Investitionsförderprogrammen und Marshall-Plänen schwadronieren, sieht die Lage für Unternehmen in Griechenland schon sehr viel dramatischer aus. Während der griechische Export aus Sicht der Politik angekurbelt werden soll, passiert derzeit genau das Gegenteil.

“Die Finanzämter in Griechenland haben oft einfach nicht mehr das Geld, um den Unternehmen ihre Steuern zurück zu erstatten”, , sagte der Geschäftsführer der Außenhandelskammer, Martin Knapp, der “Bild”-Zeitung. “Dazu gehören auch Firmen aus Deutschland, die in Griechenland tätig sind.”

Die Praxis der griechischen Behörden beklagt auch der Außenhandelsverband: “Deutsche Unternehmen, die in Griechenland tätig sind, haben große Probleme, die ihnen zustehende Umsatzsteuer zurück erstattet zu bekommen”, bestätigte Verbandspräsident Anton Börner der Zeitung.“ ebenda

Hier zeigt sich erneut, dass Wunsch und Wirklichkeit derzeit miteinander unvereinbar sind. Wie man unter den derzeitigen Verhältnissen Investoren dazu bewegen will, ihr Geld in Griechenland zu investieren bleibt, mir schleierhaft. Wer Güter aus Griechenland exportieren will, muss sich doch auf die Umsatzsteuererstattung verlassen können.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s