IWF: Afghanistan droht der Staatsbankrott

Der IWF hat die Hilfsgelder an das Land eingefroren. Was Griechenland erst angedroht wird, ist hier bereits Realität. Grund ist die quasi-Pleite der Kabul-Bank deren Hintergründe nicht von der Regierung aufgeklärt worden sind. Das könnte am Ende den Staatsbankrott in Afghanistan auslösen. Es wäre auch das Ende der Illusion der USA und der mit ihr verbündeten Länder dort nation building betreiben zu können. Es wäre auch das Ende des bisherigen Afghanistan Kriegs. So einfach geht das lieber Barack Obama. Geldhahn zu und Kriegsende.

Krieg und Geld

Nichts gibt es für umsonst. Kriege sind besonders teuer und haben schon immer die Staatsfinanzen ruiniert. Es ist daher ein Anachronismus, dass eines der ärmsten Länder der Welt sich diesen Luxus seit Jahrzehnten leisten kann. Dies ist nur möglich weil andere den Krieg dort finanzieren. Die USA tun da sowieso erst für die Taliban gegen die Sowjets jetzt gegen die Taliban. Da man in einem solchen Gesellschaftssystem die blühende die Korruption einschließlich des Drogenhandels nie unter Kontrolle bekam, war die Finanzierung dort immer ein Fass ohne Boden.

Solange die USA und auf der Gegenseite die islamischen Fundamentalisten in aller Welt Geld locker machten, konnte der Krieg mit all seinen Grausamkeiten finanziert werden. Ironie war dabei schon immer, dass die Gelder der USA oftmals in den Taschen der Taliban landeten, d.h. man finanzierte sogar den Gegner mit. Hinzu kommt, dass über das OPEC-Kartell die überhöhten Ölpreise so viel Geld in die islamische Welt spülen, dass davon genug auch in die Hände fundamentalistischer Geldgeber gelangen, um den Krieg der Taliban gegen die Ungläubigen zu finanzieren. Jetzt trocknen diese Quellen möglichweise aus. Und was ist das Ergebnis. Der Krieg ist auch pleite und das ist auch gut so.IWF: Afghanistan droht der Staatsbankrott

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6 Gedanken zu „IWF: Afghanistan droht der Staatsbankrott

  1. Hier ein interssantes Zitat von Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) zur Afghanistan Politik der Bundesregierung in einem Spiegel-Interview

    “Spiegel: Sie kritisieren in einem Beitrag für ein neues Buch die AUßenpolitik der Regierung. Bei AFghanistan-Abzug hält die Regierung doch Kurs oder?

    Rühe: Aber was für einen! Der Afghanistan-Einsatz entwickelt sich zu einer großen Lebenslüge dieser Bundesreegierung. Als ich vor zwei Jahren im SPIEGEL einen ABzugsplan gefordert habe, wollte die Kanzlerin am liebsten zehn Jahre noch bleiben. Das Schlimmste aber sind die falschen Begründungen: Am Hindukusch wird nicht unsere Freiheit verteidigt.”

    Quelle: Kurzatmige Deals, in: Der Spiege 26/2011 S.26 vom 27.6.2011

  2. Der Angriff auf ein Luxushotel in Kabul zeigt die Ohnmacht der Nato in Afghanistan.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,771216,00.html

    Bemerkneswert auch eine ANgabe über die Kriegskosten der USA im Irak und Afghanistan. Insgesamt haben die USA bisher 1,33 Billionen US-Dollar verbrannt.
    Allein die Ausweitung des Militäreinsatzes durch Obama in Afghanistan und Pakistan hat 250 Mrd. US-Dollar gekostet.

    Quelle: Spiegel Nr. 26 vom 27. Juni 2011 S. 86.

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